Der Erfolg des Fastens steht im direkten Zusammenhang zur professionellen Einstimmung durch die Entlastungstage und zum gekonnten Fastenbrechen. Start und Landung sozusagen. Ein sanfter Übergang in die strenge Fastenphase ohne Komplikationen wird sicher gestellt. Die Erfahrung des Fastens kann damit vom ersten Moment an genossen werden. Nur dann kann die volle Konzentration auf die gewünschten Veränderungen stattfinden. Der Fastenleiter begleitet die Teilnehmer selbstverständlich in jeder Phase.
Die Kursteilnehmer begeben sich nicht in die Obhut fremder Hände sondern übernehmen selbst die Verantwortung für den Erfolg der Fastenwoche. In diesem Sinne muss sichergestellt sein, dass die Teilnehmer wissen, worauf sie sich einlassen. Sie müssen volljährig sein und eine ärztliche Unbedenklich-keitsbescheinigung vorlegen- alternativ eine inhaltlich entsprechende Erklärung unterschreiben. Ab dann kann nur noch der Teilnehmer im Mittelpunkt stehen. Eine erfolgreiche Woche für jeden Kursteilnehmer soll bevorstehen und für einzelne Teilnehmer kann es phasenweise hart werden. Das Erfolgsgeheimnis vieler „harter“ Karate Stile ist das bevorzugte Training des schwächsten Gliedes einer Muskelschleife, beispielsweise bei den Armen. So ist ein allgemein bekanntes Sprichwort eines der Geheimnisse spektakulärster Bruchtests: eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Lernen wir von japanischen Haudegen die wichtigste Grundregel für die Gruppenarbeit: maßgeblich für den Erfolg der ganzen Gruppe ist der Erfolg des Schwächsten. Nebenbei, nur durch ein perfektes Zusammenarbeiten der Bauern hatte Japan überhaupt die Chance über die Landwirtschaft eine Zivilisation zu entwickeln. Denn die geografischen Bedingungen und Bodenverhältnisse machten dies im Gegensatz zu Europa fast unmöglich. Bei der Fastengruppe ist mit dem schwächsten Glied der Kette natürlich keine körperliche – und schon gar keine geistige Schwäche gemeint. Sondern schlichtweg der individuelle Grad der Unsicherheit wie die eigene Gesundheit erhalten und das Wohlbefinden gesteigert werden kann. Denn dies sind die wichtigsten Motivationen der Teilnehmer. Und nie war der Wissenstand diesen Lebensbereichen so hoch wie heute. Weil fast jeder sein Wissen weitergeben möchte wird Teamwork angesagt sein: unter Regie des Fastencoaches. Freundschaften unter den Kursteilnehmern können so entstehen, vielleicht für das ganze Leben. Idealerweise findet man, konträr zu Medienmonotonie und ungesundem Stress zu einer natürlichen Lebenseinstellung zurück.
30 % der Energie, die zur gemeinen Verdauung aufgewendet werden muss, wird beim Fasten freigesetzt und steht zusätzlich zur Verfügung . Diese Leichtigkeit sollte das Vertrauen verstärken, dass der Körper im Fastenprozess wirklich nur das abbaut, was ihn belastet und niemals Dinge abbaut, die er als lebensnotwendig erkennt. Er trennt sich in erster Linie von Fetten und Eiweißen die nicht verstoffwechselt wurden (meistens durch eine angegriffene Darmflora oder von Industriesalz verdorbener Magensäure) und dann das Bindegewebe verkleben. Auch an das überschüssige Fett sind Giftstoffe gebunden die sich im Bindegewebe ablagern.
Der fastende Organismus bezieht seine Lebenskraft und Lebenswärme immer aus den körpereigenen Depots. Auch diese Erkenntnis sollte dem Fastenteilnehmer genug Selbstvertrauen geben, aus eigener innerer Kraft zu handeln und diese eigenständige Kraft auch ganz bewusst zu mobilisieren. Denn mit einer stabilen Psyche steht und fällt der ganze Erfolg. Und während man sich in der Vergangenheit primär auf die Beseitigung seelischer Störfaktoren konzentrierte, versuchen auch Psychologen heute, das vorhandene Potential an Fähigkeiten und Selbsthilfemöglichkeiten zu entdecken und zu mobilisieren. Dadurch können sich alle physischen Vorteile des Fastens entfalten:
Entgiftung und Entschlackung
Giftstoffe aus dem körpereigenen Fett- und Eiweißgewebe werden gelöst und ausgeschieden. Ablagerungen an den Innenwänden der Blutgefäße verschwinden, so dass Bluthochdruck beseitigt oder vorgebeugt wird
entstautes Bindegewebe, besseres Hautbild
Wasser- oder Eiweißablagerungen im Gewebe könne zu schmerzhaften Stauungen führen (Cellulitis, Orangenhaut) – der Fastenprozess leert die Wasserspeicher und das Gewebe wird schmerzfrei. Das Hautbild wird sauberer und straffer
weniger Körperfett
In der Fastenwoche können bis zu sechs Kilogramm Fett abgeworfen werden, damit zahlreichen gesundheitlichen Risikofaktoren vorgebeugt werden. Wichtig ist die Ernährungsumstellung nach der Fastenwoche in die Richtung vitale Vollwertkost
Optimierung der Darmfunktion
Weil während der Fastenzeit keine feste Nahrung aufgenommen wird, ruhen die Verdauungsvorgänge, die Darmflora hat nun die Möglichkeit sich zu regenerieren. Einläufe befördern altes abgestoßenes Darmgewebe hinaus
Aktivierung des Immunsystems
Die Optimierung der Darmfunktion sowie die positive sychosomatische Wirkung des Fastens aktivieren die körpereigene Abwehr
Neuregulierung des Stoffwechsels
natürliches Anti Aging
Wissenschaftliche Studien belegen einen direkten Zusammenhang zwischen längerfristig verringerter Kalorienzufuhr und erhöhter Vitalität und Reparaturfähigkeit
von Körperzellen- sowie höherer Lebenserwartung bei gleichzeitig gesteigerter Lebensqualität
Aufklärung und Impuls zur Umstellung des Lebensstils
Die Fastenteilnehmer können wieder lernen, sinnvoll zu genießen und auf schädliche Genussmittel weitgehend zu verzichten
Aus dem Vertrauen in die Weisheit des eigenen Körpers entspringt ein ungeahntes Kräftepotential für alle wichtigen Aufgaben die auch nach der Fastenwoche auf die Teilnehmer warten. Vor diesem Hintergrund, kann und soll eine perfekt organisierte Fastenwoche der Ruhepol des Jahres werden. Der Teilnehmer wird sich oft daran erinnern denn er selbst war es, der die Angst vor dem Loslassen bekämpft hat- das pure Nichts ertragen hat und dabei ein völlig neues Lebensgefühl erfahren hat. Und sowohl beim Fasten, als auch bei darauf anschließenden Aufbauprozess erkennt man, welche Auswirkungen die persönliche Lebensweise auch auf die Umwelt haben kann. Und man bleibt umso länger glücklich und jung, je größer und umfassender das Handlungsrepertoire für körperliche und seelische Herausforderungen ist.
Der Erfolg des Fastens wird um so deutlicher je professioneller mehr Zeit im Vorfeld für das Einstimmen auf das Fasten gestaltet wird. Dabei ist ein Entlastungstag das absolute Minimum, zwei Entlastungstage sind wünschenswert. So soll ein sanfter Übergang in die strenge Fastenphase ohne Komplikationen sichergestellt werden. Die Erfahrung des Fastens kann damit vom ersten Moment an genossen werden weil die volle Konzentration auf die gewünschten Veränderungen stattfinden kann.
Bewegung
Regelmäßige und gezielte Bewegung ist im Rahmen der Fastenperiode unverzichtbar. Dadurch wird der Muskelabbau verhindert, die Stoffwechselaktivität gefördert und der Kreislauf aktiviert. Normalerweise speichert der Körper den überschüssigen Blutzucker aus der Nahrung (Glykogen) in der Leber und in den Muskeln. Die Glykogendepots sind die Reservespeicher für spontane oder extreme körperliche und geistige Leistungen. Weil die Speicher aber nur eine beschränkte Kapazität haben, sind sie bereits 24 Stunden nach dem Fastenstart geleert. Die Energiereserven für plötzliche Hochleistungen sind geleert. Fastenbegleitend müssen daher ruhigere Bewegungsformen, die primär auf Ausdauer setzen, gewählt werden.
Training natürlicher Muskelbalance
Das Training natürlicher Muskelbalance stellt den wichtigsten Teil des Bewegungskonzeptes für die Fastengruppe dar. Unterrichtet wird dazu eine spezielle Bewegungsform. Sie scheint für diese Zwecke perfekt denn sie ist ohne jegliche Vorkenntnisse in jeder Alterstufe sofort machbar. Der Grad der Intensivität wird individuell festgelegt. 12 Sequenzen der Form werden äußerlich zusammen erarbeitet. Den Inhalt bildet die individuelle Erfahrung des Übenden, gelenkt durch die Anweisungen des Trainers. Man kann sagen, dass jede Anleitung ein Unikat ist. Anders kann dem Anspruch keine Rechnung getragen werden. Denn es handelt sich eben nicht um eine Aerobicgruppe, deren Teilnehmer zwar sicherlich verschiedene körperliche Voraussetzungen haben, sich jedoch regelmäßig insoweit ähneln, dass im Sinne von Animation ein schweißtreibendes Programm durchgezogen werden kann. Und sollte sich eine Fastengruppe tatsächlich so zusammensetzen, kann dem durch isometrische Muskelkontraktion in den Bewegungsmustern ohne Probleme soweit Rechnung getragen werden, dass sich mit absoluter Sicherheit niemand unterfordert fühlen wird. Der Kern der Bewegungsform ist kein asiatischer, artistischer, energetischer etc. sondern schlichtweg eine umfassendste Übung zu muskulärer Balance. Experten schätzen die Ursache von über 80 % aller Schmerzzustände in muskulären Disbalancen. In den meisten Fällen entweder durch fehlende Beanspruchung oder durch einseitige Beanspruchung. Jeder Muskel hat einen Gegenspielermuskel. Ist die Harmonie zwischen beiden gestört oder die geometrische Struktur des Muskels deformiert können Scherzen entstehen. Die Bewegungsform wirkt präventiv sowie in sehr vielen Fällen, gerade bei den kleinen Wehwehchen sofort therapeutisch. Die Wirkung tritt nicht erst nach 40 Übungsstunden ein, sondern sofort.
Qi Gong
Die mit dem Training der natürlichen Muskelbalance verbundene charmante Strenge wird kompensiert durch ausgewählte Bewegungsbilder des klassischen chinesischen Qi Gong. Dort kann auf feinstofflichere – energetische Aspekte eingegangen werden. Nach der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) werden alle Körperfunktionen über Energieleitbahnen (Meridiane) gelenkt. Dabei scheint es den „rätselhaften Asiaten“ völlig egal zu sein, dass nach westlichen wissenschaftlichen Maßstäben kein vollständiger Beweisantritt über die tatsächliche Existenz der Meridiane angetreten werden kann. Frei nach dem Motto: Wer heilt hat Recht. Und die Erfolge der TCM bei chronischen Krankheitsbildern sprechen für sich. Öffnet man sich dieser Gedankenwelt, so hat ausnahmslos jede Bewegung des menschlichen Körpers eine direkte Wirkung auf spezielle Meridiane und damit auf das körperliche Wohlbefinden. Alle Übungen des klassischen Qi Gong, sind auf eine positive Wirkung in diesem Sinne hin maximiert. Die Übungen bieten wieder den Vorteil, dass sie von jedermann leicht und sofort ausgeführt werden können. Die Intensität wird gesteigert durch die Verlangsamung der Bewegungsausführung in wachsender Harmonie mit der bewussten Atmung und innerer geistiger Konzentration auf die Bewegung.
Wandern
Unabhängig von der Erkundung der Insel ist ein beherzter Strandspaziergang von mindestens 90 Minuten täglich Ritual.
Mentaltraining
Täglich wird ergänzend zum Qi Gong Unterricht eine Meditationssitzung von ca. 30 Minuten angeboten, diese Zeit ist ausreichend. Zum sitzen können in jedem Fall Stühle benutzt werden, so muss sich niemand vor dieser Kurseinheit scheuen. Der Schwerpunkt wird in dieser Zeit auf die Konzentration auf die Atmung gelegt. Genauer gesagt, auf die Beobachtung des natürlichen Atemvorganges. Zwar scheint dies ggf. vor einer bestimmten Erwartungshaltung etwas unspektakulär. Aber gerade diese Erwartungshaltung verhindert das Freiwerden des Geistes. In der bloßen Versenkung in die natürliche Atmung können plötzlich ungeahnte Potentiale zu Tage treten. Bildlich gesprochen muss die Gedankenwelt erst leer werden, damit die Fülle des wirklichen Lebens hineintreten kann. Für die Weisen aus allen Religionen und Kulturen ist dies ein alter Hut, für die moderne Hirnforschung ein neues und spannendes Arbeitsfeld. |